Sandige Böden – extreme Bedingungen

Pflanzen passen sich an

Sandböden speichern wenig Nährstoffe, sind durchlässig, erwärmen sich schnell und trocknen aus. Es ist eine eher lebensfeindliche Umgebung für Pflanzen, denen sie eine große Anpassungsfähigkeit abverlangt. Auf diesen Böden wachsen daher sehr spezialisierte Arten. Pflanzen an diesem extremen Standort leben in einer sogenannten ökologischen Nische. Sie können nur hier existieren – an anderen Standorten treten sie mit zu vielen anderen Artgenossen in Konkurrenz.

Die Pflanzen müssen Überwehungen durch neuen Sand verkraften und schnell wieder durch diesen hindurch wachsen. Die Gewächse besitzen oft ein gutes Wurzelwerk. Dieses dient nicht nur zur Befestigung des Bodens, sondern hilft in trockenen Zeiten, Wasser zu speichern. Verfestigt sich der Sand, bildet sich fruchtbarerer Boden – der Humus. Weitere, weniger spezialisierte Arten siedeln sich an. Der humushaltige Sand bekommt eine graue Farbe und ist nicht mehr hellbeige.