
Eine Zeigerpflanze für saure und magere Standorte ist das Ferkelkraut (Hypochaeris radicata). Einer kräftigen, tiefreichenden Pfahlwurzel als Wasserspeicher entspringt einer bodenständigen Blattrosette mit aufrechten Stängeln.

Das Sandglöckchen (Jasione montana), eine Glockenblume, ist sehr selten geworden. Es fehlen natürliche, sauer-magere Standorte. Das kleine Pflänzchen bildet eine bis zu einem Meter tiefe Wurzel aus, um an Wasser zu gelangen.

Die Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia) ist ähnlich dem Sandglöckchen eine wichtige Nahrungsquelle für viele Insekten.

Die verschiedenen Königs-kerzenarten wie Groß- und Kleinblütige, Mehlige und Schwarze Königskerze sind imposante Erscheinungen. Bei der Schwarzen Königskerze sind etwa gelbe Blüten mit auffällig wolligen violetten Staubfäden und orangenen Staubbeuteln vorhanden. Fast alle Arten werden von vielen Insekten bestäubt und sind wertvolles Raupenfutter bei Schmetterlingen. Wollbienen nutzen die dichte Behaarung zum Nestbau, indem sie die Haare abkauen und daraus Nistmaterial herstellen. Ideal sind trockene Böden und viel Sonne. Die zweijährigen Stauden, bildet im ersten Jahr nur eine Blattrosette mit einer rübenartigen Pfahlwurzel, aus der dann im zweiten Jahr der eindrucksvolle Blütenstiel erwächst.

Der Kleine Sauerampfer (Rumex acetosella) ist wie sein größerer Bruder essbar – wächst auch auf trocken-mageren Böden und gewinnt Wasser und Mineralien über eine Pfahlwurzel selbst aus reinem Sandboden. Viele Raupenarten knabbern an ihm, darunter der stark gefährdete Violette Feuerfalter.


Aufgrund seiner Bitterstoffe hat das in einer Blattrosette wachsende Tausendgüldenkraut (Centaurium erythraea) eine vielfältige heilende Wirkung. Es war in der Klostermedizin „gülden“, so wertvoll wie Gold.

Der Natternkopf mit seiner langen Wurzel (Echium vulgare) ist Wildpflanze des Jahres 2026 und eine hervorragende Bienenweide und Nektarquelle für viele Schmetterlinge.

Das Johanniskraut (Hypericum perforatum) hat riesige Öldrüsen. Diese sind mit dem bloßen Auge als kleine durchscheinende Punkte erkennbar. Die Pflanze hat eine tief reichende Wurzel. Blüten, Knospen und Früchte sind giftig.

