Schutz vor Hitze – kleine Blätter

Frühlings-Spark, Besenheide, Wacholder, Echte Labkraut, Schafgarbe

Frühlings-Spark – Krzysztof Ziarnek, Kenraiz, Wikimedia Commons

Der Frühlings-Spark (Spergula morisonii) ist sehr klein mit winzigen Trieben. Den Sommer verbringt er im Ruhestadium im Boden. Er schützt sich so vor Vertrocknung.

Besenheide

Erst wenn der Boden etwas nährstoffreicher wird und mehr Wasser speichern kann, haben weitere Arten eine Chance. So wie eine der dominanten Arten der Wahner Heide, die Besenheide (Calluna vulgaris) – das unverwüstliche „Heidekraut“.

Der Zwergstrauch wird ungern von Tieren gefressen und kann seine Verdunstung durch harte Miniblätter stark herabsetzen. Die Pflanze bildet sehr viele Samen aus, die -genau wie der Sand – verweht werden. Diese verweilen viele Jahre keimfähig im Boden bzw. im Sand. Eine neue Heide kann sich selbst nach langer Zeit unter beispielsweise Farn oder Fichten bei einer Freistellung sehr schnell ausbreiten.

Wacholder – Nikanos, Wikipedia

Ein Wacholder (Juniperus communis) wurde gepflanzt. Dieser Baum kommt aktuell in der Wahner Heide nicht mehr vor, stand aber über Jahrhunderte im Gebiet. Das Zypressengewächs hat nadel-förmige Blätter. Schmetterlinge wie der Graue Wacholder-Blüten-spanner und der Braune Linien-Blattspanner nutzen den Wacholder als Raupen-Futterpflanze. Auch der Wacholderborkenkäfer ist eng an diese Pflanze gebunden.

Wacholderdrossel – Grzegorz Golebiowski, Wikipedia

 

Wacholderdrossel (Turdus pilaris) und Ringdrossel (Turdus torquatus) fressen die Wacholderbeeren. Sie tragen durch das Ausscheiden der Samen zur Verbreitung der Pflanze bei.

 

Das früher zur Käseherstellung verwendete Echte Labkraut (Galium verum) sowie die Schafgarbe (Achillea millefolia) locken vielen Insekten an. Viele davon sind auf diese Arten angewiesen. Beide Pflanzen besitzen sehr schmale Blätter

Echtes Labkraut
Schafgarbe mit Hähnchenart